Kanadische Woche in Düsseldorf. Neben dem großartigen Auftritt von Snailhouse durften auch The Acorn aus Ottawa die nordrheinwestfälische Landeshauptstadt mit ihren charismatischen Songs beglücken.
Die Band um Sänger Rolf Klausener wird in Insiderkreisen als das nächste große Ding gehandelt und dementsprechend in größere und bekanntere Clubs gebucht. Nach Touren mit Bon Iver und Elbow sicherlich eine nachvollziehbare Entscheidung. Und so spielten The Acorn nicht in der Brause oder dem Pretty Vacant, sondern im kleinen Saal des Zakks. Für die 40 Zuschauer hätte es sicherlich auch eine kleinere Location sein dürfen, aber mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich ein wirklich tolles Konzert, bei dem es keine Rolle spielte, wo es eigentlich stattfand.
Mit der Ukulele gegen die Soundprobleme
Die fünfköpfige Band spielte hauptsächlich Songs ihres aktuellen Albums „No Ghost“, das durchweg gute Kritiken in der internationalen Musikpresse bekommen konnte. Bemerkenswert an The Acorn ist vor allem ihre Instrumentierung. Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug schaffen es die Kanadier mit einem zweiten Schlagzeug, einer Ukulele und einem Glockenspiel ihre abwechslungsreichen Arrangements auch live umzusetzen. Leider war der Sound zu Beginn des Konzerts sowohl zu laut als auch zu basslastig. Aber mit der Zeit wurde auch dieses (einzige) Manko von den Tontechnikern behoben.
In Kanada aufgewachsen, in Deutschland studiert
Sänger Rolf Klausener überraschte das Auditorium mit deutschen Ansagen. Er hatte in den 90er Jahren in Konstanz studiert und konnte so einige lustige Anekdoten zum Besten geben. Nach einer kurzweiligen Stunde verließ die Band die Bühne. Das Publikum hatte aber keinesfalls genug von den Kanadiern und jubelte die Band noch dreimal (!!!) zurück auf die Bühne. Selbst als bereits wieder Musik aus der Konserve lief, ließen The Acorn sich nicht zweimal bitten.
Am Ende dürften sich wohl alle Besucher im Zakk sicher sein, dass diese Band im kommenden Jahr nicht mehr in einem so intimen Rahmen zu sehen sein wird.
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