Frank Goosen ist Buchautor, Kabarettist und Fußball-Fan. Seit Oktober 2010 sitzt er sogar im Aufsichtsrat des VFL Bochum. Seinem Sprachwitz sowie seinem intelligenten Humor hat das nicht geschadet.
„Ausverkauft“ steht am kleinen Kassenhäuschen im Vorraum des Düsseldorfer Zakks. Aber so richtig überrascht das heute eigentlich niemanden. Frank Goosen gehört, zumindest in Nordrhein-Westfalen, zu den großen Namen des deutschen Kabaretts. Und so ist bereits um viertel vor acht jeder einzelne Platz im bestuhlten Saal besetzt.
Fußball, Fußball und nochmal Fußball
Vor einigen Jahren veröffentlichte der Bochumer einige Kurzgeschichten in „Weil Samstag ist. Fußballgeschichten“. Ein Werk, das offensichtlich gut beim Publikum angekommen ist, denn auch im Zakk befinden sich viele Männer im mittleren Alter, die Trikots ihrer Lieblingsvereine zur Schau tragen. Grund genug für Fußball-Fan Goosen, immer mal wieder mit dem Publikum zu sprechen, was dem ganzen Abend eine grundsympathische Stimmung verleiht.
Überhaupt scheint das frisch gebackene Aufsichtsratsmitglied des VFL Bochum sein Herz an den Fußball verloren zu haben. Nicht nur, dass Goosen Fan der „grauen Maus des Ruhrgebiets“ ist, er wechselt während seines Programms immer wieder zum Thema Fußball.
Kleinkunst muss auch auf der Toilette funktionieren
Sein heutiges Programm heißt, genau wie sein neuer Roman, „Radio Heimat“. Es handelt sich um eine charmante Sozialstudie über Bochum im Speziellen und das Ruhrgebiet im Allgemeinen. Seine Mischung aus Lesung und Teilen älterer Bühnenprogramme kommt beim Düsseldorfer Publikum gut an. Egal ob Onkel und Tante, die Eltern seiner Kindheitsfreunde oder Kevin Kuranyi – alle bekommen sie ihr Fett weg.
Was bei Frank Goosen positiv auffällt ist, dass er weder politisch belehrend wirkt, wie Volker Pispers vor einigen Monaten, noch so einstudiert, dass die Witze beim Publikum als auswendig gelernt ankommen. Und wenn Goosen von anderen Auftritten erzählt, die in einem weitaus kleineren Rahmen als das Konzert im Zakk stattfanden, dann glaubt man ihm gerne, dass ihm die Größe der Location völlig egal ist. Schließlich muss „Kleinkunst auch auf der Toilette funktionieren“. Recht hat er.
Fotos: Philipp Wente & Volker Wiciok
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Offizielle Homepage von Frank Goosen