Kad Merad gehört zu derzeit zu den beliebtesten Schauspielern Frankreichs. Den gebürtigen Algerier, bekannt aus „Willkommen bei den Sch’tis“ und „Keine Sorge, mir geht’s gut“, verschlägt es in der Komödie „Safari“ nach Afrika.
Im Zentrum des Films steht der von Kad Merad verkörperte exzentrische Gelegenheitsgauner Richard Dacier. Dieser schuldet der Sorte Mensch Geld, der man lieber kein Geld schulden möchte und so bleibt ihm wenig übrig, als sich den Forderungen seiner Gläubiger zu stellen. Der Auftrag lautet, einen Koffer zweifelhaften Inhalts quer durch den halben Kontinent bis zu seinem Bestimmungsort in Somalia zu bringen.
Reiseleiter wider Willen
Die Tarnung für das Unternehmen wird direkt von der Mafia mitgeliefert. Unter dem Deckmantel eines Reiseleiters macht sich Richard Dacier auf den Weg, seine Mission zu erledigen und sieht sich mit einer sechsköpfigen Reisegruppe konfrontiert, die von ihm erwartet, dass er eine spannende und spezielle Safari bietet. Natürlich ist der unglückliche Dacier weder mit der afrikanischen Natur, noch den einheimischen Tieren vertraut.
Probleme und allerhand Anlässe für Slapstick-Einlagen liegen daher auf der Hand und der Film lässt kaum eine Situation ungenutzt verstreichen. Hatte sich in „Willkommen bei den Sch’tis“ das komödiantische Talent Merads durch Wortwitz und dezentes Minenspiel gezeigt, so darf er in „Safari“ hemmungslos blödeln und grimassieren. Der Film reiht sich ein in die Jahrzehnte alte Tradition von Slapstick und Verwechslungs-Komödien, ohne dabei jedoch die Witze zu brachial mit dem Holzhammer zu verteilen.
Regisseur Olivier Baroux dürfte im Vergleich zu seinem Hauptdarsteller den meisten Zuschauern außerhalb Frankreichs kein Begriff sein. In seiner Heimat hat er es aber mit einer Reihe von Komödien zu einiger Anerkennung geschafft. Dennoch ist klar, dass man sich diesen Film vor allem wegen seiner Hauptrolle ansieht. Obgleich es „Safari“ in Sachen Charme und Tiefgang nicht mit den „Sch’tis“ aufnehmen kann, beweist Kad Merad als Dreh- und Angelpunkt des Ensembles, warum die Franzosen so verrückt nach ihm sind.
In Frankreich war der Film zwar ein Erfolg, schaffte es aber nicht, einen Kinoverleih in Deutschland zu finden, weshalb „Safari“ hierzulande exklusiv auf DVD und Blu-Ray erscheint. Alle Heimkinofans und Komödienliebhaber wird es freuen.
Erscheint am 21.1. bei Evolution / Al!ve auf DVD und Blu-Ray
weiterführende Informationen: Kad Merad bei IMDB