Das Düsseldorfer Zakk platzt im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten. Jupiter Jones sind in der Stadt und alle so „Yeah“. Aus dem Jugendzentrum in die deutschen Charts – die Band hat es sich verdient.
Das erste Mal, dass ich die Band in Düsseldorf sah, spielte sie im Pretty Vacant. Damals, im August 2008, kamen gerade mal 70 Zuschauer in den sympathischen Club in der Altstadt und es herrschte eine besondere Stimmung. Am 31. März 2011 waren es fast 900 Besucher, die die Eifler Band Jupiter Jones sehen wollten.
Bekannt aus Funk & Fernsehen
Dieser Erfolg wird vor allem an ihrer aktuellen Single „Still“ liegen, die sowohl im Radio, als auch im Fernsehen auf und ab gespielt wird. Spätestens, wenn eine Band bei „Ina´s Nacht“ auftreten darf, weiß man, dass sie momentan ziemlich angesagt sein muss.
Das Phänomen Jupiter Jones ist schnell erklärt. Die Band spielt Rockmusik, auf die Jungs schubsen und Mädchen tanzen können. Sänger Nicholas singt derweil von traurigen Momentaufnahmen, in die sich wohl jeder hineinversetzen kann. Hinzu kommt, dass die Band in den vergangenen Jahren in jedem einzelnen Jugendzentrum Deutschlands gespielt hat. Und so kann der jetzige Erfolg nicht verwundern. Hartnäckigkeit gepaart mit Qualität zahlt sich eben aus.
Alte Songs und neue Freunde
Im Hier und Jetzt werden die Bühnen größer, die Lightshows aufwendiger und die Ansagen unpersönlicher. Trotzdem schafft es die Band sehr gut, eine gewisse Intimität aufkommen zu lassen. Eine Intimität, die vor allem den Fans der ersten Stunde immer wichtig gewesen ist. Die Setlist besteht aus allen vier Jupiter Jones-Alben. Ruhige Songs wie Nordpol/Südpol“ oder die Single „Still“ werden genauso abgefeiert wie die alten Brecher „Wir sind ja schließlich nicht Metallica“ und „Kopf hoch & Arsch in den Sattel“.
Nach eineinhalb Stunden und der zweiten Zugabe gehen die Lichter im Zakk an, und der Merchandising-Stand wird förmlich überrannt. Es ist schön zu sehen, dass die neuen Fans auch die alten CDs nachkaufen, da diese noch ein bisschen besser sind, als das selbstbetitelte aktuelle Werk der Band. Daher dürften sich die Nörgler zurück ins intime JuZ wünschen, der Band aber sollte man ihren Erfolg gönnen – sie hat ihn sich redlich verdient.