Justinus Pieper trifft ... Sandra Gallian

Justinus Pieper am 10.04.2011
Sandra Gallian
Sandra Gallian
Leegwater
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Puurwater
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Hoogwater
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Sandra Gallian, Grafik-Designerin und geboren in Pforzheim, lebte lange Jahre in Ostfriesland. Als Hommage an ihre Wahlheimat entwarf sie Ende 2010 eine Kleinserie an Ringen mit dem Thema Nordsee.

Die WATERKANT-Ringe sind gemacht für alle Nordsee-Liebhaber, für Meerjungfrauen und Seemänner oder einfach für alle Menschen, die Meer und Strand lieben. Für Sandra Gallian sind sie eine in Schmuck gebundene Emotion. Die Ringe sind sehr hochwertig und unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit produziert. „There‘s a lot of things to do before you die.” ist ihr Motto. Globe-M sprach mit der Designerin über Reisen, Heimat und den Weg vom Grafik-Design zum Schmuck.

Die Motivation  

Globe-M: Frau Gallian, was treibt Sie an, künstlerisch und im Leben?

Sandra Gallian:  Mhm, da gibt es vieles: In mir steckt eine gewisse Umtriebigkeit, eine Grundneugierde. Ich war viel auf Reisen, habe Lust, die Welt zu entdecken und daher bekomme ich auch viele Inspirationen, für das Leben im Allgemeinen und auch für mein Design.

Globe-M: Was waren das für Reisen, was hat sie am meisten beeindruckt?

Sandra Gallian: Ich habe einige Länder und Kontinente bereist, ganz klassisch mit dem Rucksack. Unter anderem war ich mehrere Monate in Australien und Neuseeland, und einige Wochen in Südamerika. Am meisten beeindruckt hat mich Neuseeland - aufgrund der Vielfalt der Natur, die in diesem relativ kleinen Land vorhanden ist, und auch der Freundlichkeit der Menschen. Hier habe ich mich total wohl gefühlt, da gab es keinen Moment, an dem ich ein unstimmiges Gefühl hatte. Man könnte sagen, ich habe mich in dieses Land verliebt. Die Natur ist dort noch sehr ursprünglich. Und das ökologische Bewusstsein in diesem Land ist relativ hoch. Ich liebe und brauche die Natur - sie gibt mir die Kraft und innere Ruhe, aber auch Inspiration. Und Neuseeland besteht aus zwei Inseln - ich liebe Inseln und das Meer.

Globe-M: Was inspiriert Sie besonders, wie arbeiten Sie?

Sandra Gallian: Wenn ich lange genug Zeit habe, dann lasse ich mich gerne auch treiben. Das geht natürlich auf Reisen erst ab einer gewissen Zeit - weil man dann in einen Flow kommt, man kann sich voll einlassen auf das Land, ohne einen Gedanken dran zu verschwenden, dass man in Kürze wieder zurück sein muss. Dieses Glück, die Zeit vergessen zu dürfen, hatte ich bisher zweimal, in Neuseeland und in Australien. Auf Reisen oder generell habe ich immer meine Fotokamera dabei. Ich halte Momente fest, mich interessiert der Augenblick und die Emotion, die damit verbunden ist: Was fühle ich in diesem Moment, an dem ich hier stehe und fotografiere? Oftmals bringen mir Fotos mehr Erinnerungen zurück als ein Tagebucheintrag. Ich bin ein visueller Mensch, ich brauche Bilder. Aus den Fotografien enstehen dann verschiedene Dinge: Farbkonzepte für Print- oder Webprojekte, Malerei, Skulpturen ... oder wie in diesem Fall Schmuck. 

Die Idee

Globe-M: Wie kommt eine Grafik-Designerin zum Schmuck?

Sandra Gallian: Im Grunde genommen ist Schmuck schon immer meine Leidenschaft. Ich komme nun mal aus einer Schmuckstadt, und ich sammele seit ich denken kann Ringe. Ich habe unheimlich viele Ringe, und ich kann bei jedem noch genau sagen, wo ich ihn her habe, was für eine Geschichte damit verbunden ist. Das Studium der Visuellen Kommunikation habe ich mit meinem Wunschberuf verbunden. Als kreativer Mensch ist es aber letztendlich egal, was man gestaltet. Ob man sich in zwei oder in drei Dimensionen bewegt. Insofern habe ich mir damit einen persönlichen Traum erfüllt, nämlich Schmuck zu gestalten. Grundsätzlich mag ich es im Design gerne, ein bestimmes Thema zu bearbeiten oder zu visualisieren. In diesem Fall war es ein selbstgesetztes Thema, das Thema „Heimat”. So habe ich Ende letzten Jahres eine kleine Serie von Ringen designt und realisiert, die WATERKANT-Ringe.

Das Konzept

Globe-M: Worauf beruht das Konzept und der Name für die Schmuckserie ‚Waterkant‘? Was bedeutet Heimat für Sie?

Sandra Gallian: Ich habe ja unter anderem einige Jahre an der Nordsee gelebt und gearbeitet, genauer gesagt in Ostfriesland. Ich habe diese Region aber nicht im eigentlichen Sinne als ‚Heimat‘ empfunden, habe sie vielleicht sogar eher mit den Augen eines Reisenden betrachtet. Dadurch habe ich viele Orte an der niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Nordsee sowie die Inseln kennen und lieben gelernt. Die Nordsee ist ja eher rau, sie ist oftmals auch gar nicht da, das Wasser kommt und zieht sich zurück - der Rhythmus von Ebbe und Flut und der ganze Nationalpark des Wattenmeeres sind in dieser Form ja einzigartig. Seitdem ich wieder zurück in meiner eigentlichen Heimat Süddeutschland bin, entstand im letzten Jahr die Idee, als Hommage an meine langjährige ‚Wahlheimat‘ eine kleine Serie von Ringen zu designen, die sich diesem Thema widmen. Der Name ‚Waterkant‘ kommt ja aus dem Plattdeutschen und bedeutet eher Meeresrandgebiet oder Küste. Und die Ringe visualisieren genau diesen Kontrast von Wasser und Watt, von Ebbe und Flut, von Strand und Meer. Die Ringe sind für Menschen gedacht, die sich dieser Region verbunden fühlen. Es ist ein poetisches Konzept, es geht darum, was wir fühlen, wenn wir am Meer sind, was das mit uns macht, wenn wir am Strand stehen und auf das Meer blicken. Wenn wir uns dem ganz hingeben. Wenn ich einen WATERKANT-Ring trage, soll mich der an eben diese Gefühle und Emotionen erinnern. 

Zukunft

Globe-M: Soll es bei diesen Ringen bleiben, oder können Sie sich vorstellen, die Kollektion zu erweitern?

Sandra Gallian: Die Ringserie umfasst bewusst nur diese drei Ringmodelle für die drei Zustände des kommenden Wassers, des gehenden Wassers und des nicht vorhandenen Wassers, der Ebbe also. Es gibt noch Entwürfe für dazu passende Anhänger, die ich sehr wahrscheinlich dieses Jahr noch realisieren werde. Nun steht aber in erster Linie der Vertrieb im Vordergund, denn natürlich möchte ich die Ringe auch gerne verkaufen. Sie werden in erster Linie über das Internet zu beziehen sein, aber auch bei ausgewählten Juwelieren vor Ort.

Globe-M: Wollen Sie der Welt irgend etwas mitgeben?

Sandra Gallian: Mhm, ich kann nur sagen, was mir persönlich wichtig ist oder woran ich glaube, denn letztendlich muss das ja jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich finde es wichtig, offen zu sein für Neues. Veränderungen als Chance zu begreifen. Und selbst für sein Glück einzustehen. Ich glaube daran, dass man alles Positive erreichen kann, wenn man es mit Leidenschaft tut.

Globe-M: Vielen Dank.

Das Interview führte Justinus Pieper.

Weitere Informationen

Die WATERKANT®-Ringe im Internet:

waterkant.tubmlr.com

facebook.de/waterkant

http://de.dawanda.com/shop/waterkant

http://shop.promobo.de/waterkant

www.waterkant-schmuck.de