Ein anderer Tatort als der Sonntags-Tatort im TV wird beim Festival „Tatort: Kunst“ im Kunstpavillon am Romanplatz in München geboten. Darin beweisen elf junge Nachwuchskünstler ihr Talent.
Tatort: Kunst
Unter dem Stichwort „Tatort: Kunst“ soll Kultur auch für das scheue Publikum zugänglich gemacht werden. Das interdisziplinäre Kunst- und Kulturfestivals lädt zu offenen Gesprächen über die dargestellte Kunst von elf jungen Nachwuchskünstler ein. Ausgerichtet wird das Festival von der Kunstvereinigung Kunstrefugium e.V., die Kunst hautnah vor Augen führen und begreifbar machen will.
Die Motivation
Beeindruckende Kunstwerke findet man nicht nur in den Museen und Galerien einer Stadt, sondern gerade auch in kleineren Kulturräumen, in denen sich bildende Künstler selbst präsentieren. Diese kulturellen Events können überaus spannend sein und denen einen neuen Zugang zur Kunst öffnen, die im anerkannten Kunstmarkt oft ratlos zurück bleiben. Kultur ist nichts Elitäres für eine kleine gebildete Upper Class, sondern der kreative Ausdruck einer Gesellschaft - nach dem Motto: Spaß haben an Kunst.
Straffes Programm –Tag 1
„Tatort: Kunst“ beginnt mit der Vorstellung der ausstellenden Künstler. Im Anschluss führt Miriam Wuttke aus Berlin ihre Performanceserie „Dress To Kill – Das Ende des Postkolonialismus“ vor – eine poetische Reflexion täglicher Selbstzerwürfnisse in einer um Ressourcen kämpfenden Gesellschaft. Danach ist ein Kurzfilm von Anca Miruna Lazarescu von der Hochschule für Film und Fernsehen mit dem Titel „silent river“ zu sehen. Zum Abschluss des Abends wird von der Kabarettistin Uli Mauk das bayerische Lebensgefühl frech mit ihrem Programm „eigen nicht artig“ besungen.
Straffes Programm –Tag 2
Der zweite Tag beginnt mit zwei Vorlesungen. Die erste von Gunther Dworsky, der aus seinem Roman „Die Diener des Fürsten“ vorliest. Später stellt Jorge Ourcilleon seine Gedichte „Doce Conjuros – Zwölf Zaubersprüche“ vor. Bei der Vorführung der Artistin Kerry Balder „Kontaktjonglage“ tanzen Kugeln zu passender Musik auf ihrem Körper. Ebenfalls eine künstlerische Tanzperformance kann der Zuschauer bei „Images“ von Kathrin Knöpfle erleben. Anschließend wird der Kurzfilm „Ach wie gut, dass niemand weiß“ von Noemi Schneider und Daniel Vogelmann gezeigt. Das Ende des Abends bildet dann die Münchner Newcomer-Band „Under the tree“ mit professionellem Alternativ Rock-Pop.
Straffes Programm –Tag 3
Am Abschlusstag tritt zur “Tatzeit” die Band “Louva Marguerite” auf. Eine Mischung aus Folk, Indie und Chanson mit rockigen Elementen erzählt von Liebe, Eifersucht und Fernweh. Nach dem Kinonachmittag, an dem Kurzfilme der Hochschule für Film und Fernsehen gezeigt werden, folgt der zweite Teil der Lesung von Jorge Ourcilleon. Für Verwirrung, Rührung und Dynamik sorgt Geli Schubert Riechert mit dem Tanztheaterstück “Hier bin ich…”. Als letzter Programmpunkt wird der Essayfilm “Berlin” von Noemi Schneider und Christiane Schmidt präsentiert. Und der finale Auftritt des Wochenendes gehört schließlich der Münchner Band “Kuschelpunk” mit den Stilrichtungen Rock, Jazz, Ska, Bossa und Punk.
Weitere Informationen
Kulturpavillon am Romanplatz 18. November, ab 19:00 Uhr, 19. und 20. November, ab 11:00 Uhr
Arnulfstraße 294
80639 München
Tel.: 089/650562 oder 0160/97925066
E-Mail: mail@tatortkunst2011.de