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Vier aufregende Damen führten jüngst in Köln ihre Mischung aus Surfrock, Psychobilly und Girl Group Pop vor und bewiesen, dass Rockmusik nicht gleich Blut, Schweiß und Tränen bedeutet.
Oh, I need your bedroom eyes
Fashionably late, aber modisch ganz weit vorn betreten die vier Dum Dum Girls die Bühne des MTCs. Sie eröffnen das Konzert mit Always Looking, dem Opener ihres neuen Albums Only In Dreams. Und tatsächlich sind die Augen sämtlicher Zuschauer von diesem Moment an konstant auf die Musikerinnen gerichtet. Nie sah Rock so cool und sexy aus. Entspannt und souverän intonieren die vier Kalifornierinnen die Songs ihrer beiden Alben sowie der EP He Gets Me High.
Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die Sängerin Dee Dee Penny. Dee Dee, die mit bürgerlichem Namen Kristen Gundred heißt, gründete die Dum Dum Girls 2009 als Solo-Projekt. Erst später fügte sie verschiedene Musikerinnen zu ihrer Band hinzu. Inzwischen hat sich eine feste Konstellation gebildet.
You can have my word. I will be your girl.
Das Markenzeichen der Band – neben dem charmanten Retro-Sound – ist die Selbst-Inszenierung. Immer strikt in schwarz gekleidet, mit aufreizenden Strumpfhosen und dem charakteristischen Lidstrich der Sechziger Jahre wird das Bild optisch abgerundet. Zum abgeklärten Eindruck passt auch ein relativ wortkarger Auftritt. Nur selten lässt sich Dee Dee zu einer Ansage hinreißen. Die wenigen Worte, die sie mit dem Publikum spricht, sitzen allerdings. Sie beherrscht nämlich hervorragend Deutsch. Vor allem als sie zugibt, krank zu sein und darum bittet, dass nicht mehr geraucht wird, öffnet sich die coole Fassade. Dass sie gesundheitlich angeschlagen ist, lässt ihre Stimme aber nur erahnen und verhilft ihr im besten Fall zu einer gewissen Rauchigkeit.
Leider fällt die Zugabe etwas spärlich aus. Das sonst ausgezeichnet gelungene Cover des Smiths-Songs There Is A Light That Never Goes Out geht ein wenig in einer übersteuerten Gitarrenlinie unter. Die Musikerinnen verlassen danach die Bühne ohne Oh mein M gespielt zu haben – ein Lied mit deutschem Text. Eine kleine Enttäuschung für die deutschen Fans, aber der einzige Minuspunkt des Abends.
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