Emiratisches Oasendorf

Außerhalb der Megacity - Hatta mit seiner weißen Moschee ist eine der seltenen Außenposten der Zivilisation im Niemandsland zwischen Wüste und Hajar-Gebirge, zwischen den Emiraten und Oman.

Faszinierende Wüstenlandschaft

Eine Fahrt in die Wüste gehört zu einem Aufenthalt in den Emiraten einfach dazu. Doch es sind nicht nur die Sanddünen, die begeistern können. Atemberaubend schön ist auch die schiefergraue Gebirgslandschaft an der Grenze zum Oman. Auf dem Weg zum Hajar-Gebirge kommt man am berühmten Big Red vorbei, eine riesige Düne, die nach ihrem tiefroten Sand benannt wurde. Viele legen hier einen Wüstenstopp ein und versuchen mit Quad, Geländewagen oder beim Dune-Bashing über den Sand zu gleiten. Die Panoramafahrt führt weiter entlang einer steinigen Mondlandschaft, die man in dieser Wüste nicht erwartet.

Hatta an den Hängen des Hajar

Die 1000 Meter hoch gelegene Altstadt ist behutsam zum Freilichtmuseum ausgebaut worden, das mit lebensgroßen Figuren das frühere Leben der Bewohner bis ins Detail nachstellt. Gezeigt wird das traditionelle Handwerk: Töpfer, Schmiede, Parfümherstellung, Textilien, Tabakproduktion, das Färben von Stoffen oder traditionelle pflanzliche Arzneimittel. Die historische Stadt gruppiert sich um ein Fort und eine alte Moschee. Ebenfalls wieder hergestellt wurde die traditionelle Wasserversorgung – das Falaj-System.

Wach-, Wehr-, und Wohnanlage

Im Zentrum der Heritage Village steht das historische Hatta-Fort mit zwei Türmen aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde 1896 von Sheikh Maktoum Bin Hashr Al Maktoum errichtet und seine Räume beherbergen heute Waffensammlungen, alte Fotografien und einfache Möbel und Teppiche. Von den höher gelegenen Wachtürmen gibt es eine eindrucksvolle Aussicht auf Hatta und die umliegende Landschaft mitsamt ihrer Zufahrtwege. Das Fort diente allerdings nicht nur der Verteidigung, sondern wurde auch als Wohnhaus genutzt und verfügte bei Belagerungen über eine eigene Wasseranlage.

Ruf des Muezzin

Das Hatta-Fort zählt aber nicht zu den ältesten Anlagen der Stadt - bereits 1780 war zuvor die Juma-Moschee entstanden, was übersetzt Freitags-Moschee bedeutet. In unmittelbarer Nachbarschaft von einem Palmenhain gelegen, und mit Hintergrund des mächtig aufragenden Hajar-Gebirges, ist die Moschee ein beliebtes Fotomotiv – nicht nur für die Touristen.

Von Datteln und Wadis

Im historischen sowie im modernen Hatta lebt die Mehrzahl der Einwohner von der Landwirtschaft - vor allem von den vielen Dattelpalmen, aber auch vom Anbau von Grundnahrungsmitteln. Dies ist nur möglich, da rund um Hatta mehrere Wadis enden. Wadi beschreibt einen zeitweilig austrocknenden Flusslauf, der nur nach starken Regenfällen vorübergehend Wasser führt. Davon ist der Wadi Hatta der wichtigste – staut sich hier das Regenwasser in einer Talsperre und bildet nach Starkregen einen riesigen See. Für Besucher lohnt sich noch ein Abstecher zu den malerischen Hatta Pools, wo sich das Wasser in Jahrmillionen von Jahren tief in den weichen Stein geschnitten hat.

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Luxuriöser Aufenthaltsort und guter Ausgangspunkt für Touren und Aktivitäten

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