von Irena Akopjan
Am Mittwoch, dem 10. Juni öffnete wohl die größte und die einflussreichste Kunstmesse der Welt ihre Tore zum vierzigsten Mal. Die Wirtschaftskrise setzte dem Art-Business arg zu, nur die Art Basel wird nicht kleiner.
Ganz im Gegenteil, sie wächst sogar und vergrößert ihre Preisgelder für die junge Kunst um das Sechsfache.
Für die Galerien ist Art Basel ein Muss. 1100 von ihnen haben sich um die Teilnahme beworben, nur ein Viertel kam der strengen Auswahl stand. 2500 Künstlern werden hier nun von über 300 Galerien aus der ganzen Welt präsentiert. Аuch bei der Anzahl der reichen und sehr reichen Besucher pro Quadratmeter steht die Baseler Ausstellung auf Platz Nr. 1. Art Basel ist nun mal eine Kunstmesse der Superlative.
Von einer eigens dafür berufenen Auswahlkommission werden Projekte für „Art Unlimited“, einer kuratierten Sektion der Kunstmesse ausgesucht. Hier finden Platz großformatige Installationen und Skulpturen, Video-Projektionen und Performances. Es ist vielleicht der innovativste Teil der Messe und gibt mitunter die Trends für die nächsten Jahre vor. Der russische Kunstkritiker Valentin Djakonov meint, dass mindestens 50% aller bei diesjähriger „Art Unlimited“ gezeigten Arbeiten interessant wären. Drei davon wären aber zweifelsohne absolute Meisterwerke: die von Hans Op de Beeck, Matthew Day Jackson und Andro Wekua.
Auch das ist bei Gott nicht wenig.
Foto © Lev Khesin