
Mit dem K2 besitzt Pakistan den zweithöchsten Gipfel der Erde und kann auch sonst mit manchen Superlativen aufwarten. Neben den Grenzen zu Iran, Afghanistan, China und Indien treffen in Nordpakistan drei der höchsten Gebirgszüge der Welt zusammen – der Hindukusch, der Karakorum und der Himalaya. So liegen fünf, der weltweit 14 Achttausender auf pakistanischem Gebiet.
Der Staat Pakistan besteht seit 1947 aus den mehrheitlich muslimischen Teilen Britisch-Indiens, während die Gebiete mit hinduistischer Mehrheit im heutigen Indien aufgingen. Seit 1971 ist der ehemalige Landesteil von Ostpakistan als Bangladesch unabhängig.
Von der Flächengröße nur etwa doppelt so groß wie Deutschland, zählt Pakistan nach China, Indien, USA, Indonesien und Brasilien zu den sechs bevölkerungsreichsten Staaten der Welt.
96 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, daneben leben rund 2,8 Millionen Christen und über drei Millionen Hindus im Land. Die offizielle Sprache ist Urdu.
Aktuell ist Pakistan Mitglied der Vereinten Nationen, der Islamischen Konferenz, der ECO und des Asien-Europa-Treffens ASEM. Zudem gehört das Land der D-8 Gruppe an, einer wirtschaftlich ausgerichteten Interessengruppierung von Entwicklungsländern.
Globe-M: Can you tell us about your own background, what were you doing before taking your position in Berlin?
Mr. Shahid Kamal: I’ve been like a Gypsy throughout my life wandering from one country to another. I grew up in the North of Pakistan, in the mountain region. I attended a Catholic school in Pakistan, before studying abroad – in London, and then in Paris. Since I have joined the diplomatic service I’ve worked in France, the United States and Sweden, and now Germany. I have also worked in Saudi Arabia with an international organization. I have worked in different positions in different parts of the world. I always find travelling exciting, I love discovering new places and new people. There is so much to see and so much to learn in our world.
Auf Persisch und Urdu bedeutet Pakistan „reines Land“ – die genauen Ursprünge des Namens sind allerdings umstritten, denn Choudhary Rahmat Ali gab dem Namen „Pak(i)stan“ eine übergeordnete Deutung. Demnach soll darin die Heimat nordindischer Muslime enthalten sein: Punjab, Afghania, Kaschmir, Sindh und Belutschistan.
Starke kulturelle Wurzeln
Obwohl das Land jung ist, reicht die Geschichte über 5000 Jahre bis auf eine der ältesten Zivilisationen der Welt zurück. Im 3. Jahrtausend v. Chr. blühte am mittleren Indus die Industal-Kultur in altertümlichen Städten, wie Mohenjo-Daro, Harappa oder Kot Diji mit modernen Wasser- und Kanalisationssystemen und gewaltigen Getreidespeichern. Anschließend wurde der Buddhismus vorherrschend, der sich, durch den Vorstoß Alexander des Großen bis zum Indus, mit der griechischen Religion zu einem Graeco-Buddhismus vermischte. In diesem antiken Gandhara-Reich gab es äußerst fruchtbare Kulturbeziehungen zwischen Südasien und Europa. Die Weltkulturerbestadt Taxila bezeugt mit der ältesten und damals einzigen Universität der Welt den großen Reichtum und Fortschritt dieses Landstrichs. Ebenfalls durch die UNESCO geschützt sind die Ruinen des buddhistischen Klosters Takht-i-Bahi im Nordwesten des Landes. Im frühen 8. Jahrhundert kam dann das heutige pakistanische Staatsgebiet mit dem Islam in Berührung, als die Araber das Industal eroberten. Wichtige Kennzeichen sind mit Mosaiken und geometrischen Mustern verzierte Fassaden oder die Verwendung bemalter Fliesen. Das vollständig erhaltene Grabmal des Shan Rukn-i-Alam in Multan oder im Mogulstil erbaute Moscheen in Lahore sind Beispiele dieser aufwendigen Baukunst.